Bericht 2012

Zahlen und Fakten zur 3. Mitteldeutschen Studentenkonferenz Logistik

Vortragende:
9 Absolventen und Studierende folgender Hochschulen:
Technische Universität Dresden, HTW Dresden, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fachhochschule Merseburg, Hochschule Pforzheim, Technische Universität Berlin

Preisträger:
1. Platz in der Kategorie Praxis: Vicki Baumgarth (HTW Dresden)
1. Platz in der Kategorie Theorie: Alexandra Rittmann (Hochschule Merseburg)
1. Platz in der Kategorie Innovation: Fabian Wewers (Universität Magdeburg)

Preisgelder:
jeweils 1500 € für die drei Erstplatzierten + Eintrittskarten zum 29. Deutschen Logistik-Kongress der BVL incl. Einladung zur STILL Abendveranstaltung; iPod´s und Gourmet-Nudelsack von Teigwaren Riesa für alle Referenten

Sponsoren und Partner:
STILL, 4 flow, FIEGE Megacenter Erfurt, Amazon, Wirtschaftsförderung Sachsen, Vanderlande Industries, DB Schenker Rail Automotive, LogistikPlan Dresden, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Technische Universität Dresden, Wacker Chemie AG, Teigwaren Riesa

Outdoorsequenzen:
Wacker Chemie AG, NL Nünchritz
Teigwaren Riesa
DB Schenker, Messe- und Spezialverkehre, Dresden

Teilnehmer:
150 Personen aus Wissenschaft und Praxis

Schirmherr und Juryvorsitzender:
Prof. Dr.-Ing. Ingo Gestring (HTW Dresden)

Jury:
Prof. Dr.-Ing. Ingo Gestring (HTW Dresden), Prof. Dr. Hans-Jürgen Kaftan (HS Anhalt), Dr. Frank Schulze  (TU Dresden), Matthias Klug, Jan-Christoph Sachse (beide STILL GmbH), Dr. Marc Schleyer (4flow), Miroslaw Chojnowski (DB Schenker Rail Automotive), Carsten Müller (Amazon)

Einen ausführlichen Bericht zur Konferenz finden Sie hier:

Die 3. Auflage der Mitteldeutschen Studentenkonferenz fand am 10. und 11. Mai 2012 in Dresden statt, und wurde wie auch im vergangenen Jahr von der studentischen Regionalgruppe Sachsen der Bundesvereinigung Logistik (BVL) ausgerichtet. Den Vorsitz der Jury hatte Prof. Dr.-Ing. Ingo Gestring von der Hochschule für Technik und Wirtschaft inne. Neu war in diesem Jahr, dass die Vorträge der neun ausgewählten Studenten mit den besten Abschlussarbeiten den Gebieten Praxis, Theorie und Innovation zugeordnet wurden. Die Sieger wurden dementsprechend für je eine Kategorie ermittelt, so dass sich am Ende 3 Absolventen über die STILL-Siegprämie von jeweils 1500 € freuen konnten. Rund 150 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und sich während der ereignisreichen 2 Tage intensiv über verschiedenste logistische Themen auszutauschen.

Am Vorabend der Konferenz lud die studentische Regionalgruppe Sachsen zum Kennenlernen des Austragungsortes ein. Nach einer Führung durch die bekannte Dresdener Semperoper – dem „schönsten Opernhaus der Welt“ – wurden im Anschluss während eines Stadtrundgangs verschiedene weitere Sehenswürdigkeiten von Elbflorenz besucht. Der Abend fand seinen Abschluss mit einem Abendessen im Restaurant Chiaveri. Das beeindruckende Altstadtpanorama, die laue Sommernacht und die Gastfreundschaft von STILL ließen alle Teilnehmer bis in die späten Abendstunden verweilen.

Die Präsentation der neun eingereichten, hervorragenden Abschlussarbeiten fand am Freitag im Dülfersaal der TU Dresden statt. Hier bekamen die deutschlandweit ausgewählten Studierenden die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten zu verschiedensten Themen im Bereich der Logistik zu präsentieren. Die Referenten widmeten sich dabei Fragestellungen wie Layoutplanung, Datenverarbeitung in der Logistik oder auch dem Vergleich von Produktionssystemen. Die fachkundige Jury hatte im Anschluss die schwere Aufgabe, unter den ausnahmslos hochkarätigen Beiträgen die Gewinner zu ermitteln.

Mit dem Impulsvortag „Die medizinische Seite der Planung – oder: eine gute Diagnose ist die halbe Therapie“ bereitete Stefan Gärtner, Geschäftsführer von LogistikPlan, den Zuhörern, Referenten und der Jury einen gelungenen Einstieg in die folgende Vortragsreihe.

1. Vortragssequenz – Praxis

Die Wettbewerbskategorie „Praxis“ wurde von Dipl. Wirt.-Ing. Tim Kaftan von der TU Dresden eröffnet. Er stellte seine Diplomarbeit „Layoutplanung für die Dieselinjektoren – Fertigung im Jahr 2020“ vor. Dabei wurde einerseits eine Optimierung des Fertigungslayouts für die Fertigung von Injektoren für Diesel-Einspritzsysteme bei  der Continental  Automotive GmbH im Werk Limbach-Oberfrohna, sowie auch eine Standardisierung des Layoutplanungsprozesses erläutert. Herr Kaftan erreichte dies mit einem eigenen Vorgehensmodell, welches sich auch für andere praktische Anwendungsfälle eignet.

Der zweite Vortrag von Dipl. Wirt.-Ing. Vicki Baumgarth zum Thema „Ableitung eines strukturierten Prozesses zur Optimierung der Montagelogistik“ widmete sich der Logistik im BMW Werk Leipzig.  Ihr Hauptaugenmerk setzte die Referentin dabei auf den Bereich der Direktanlieferung, wobei sie durch Optimierung des Materialflusses und des Personaleinsatzes Einsparpotentiale von mehr als 20 % generierte sowie die Arbeitsbelastung durch Nivellierung der Anforderungen reduzieren konnte.

Sebastian Stoof, M.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen, beendete die Wettbewerbskategorie Praxis mit seinem Vortrag „Konzept eines ganzheitlichen Ansatzes zur Quantifizierung und Bewertung des Personalleistungsverhaltens unter besonderer Beachtung der Anforderung der auftragsbezogenen Personaleinsatzplanung“. Er konzipierte eine umfassende Mitarbeiterbewertung, welche die individuelle Leistung von Mitarbeitern bei der Durchführung zukünftiger Tätigkeiten prognostiziert. Herr Stoof erreichte mit seinem Vorgehenskonzept eine optimale Zuordnung von verschiedenen Personalressourcen zu Tätigkeiten innerhalb von Projekten, wobei Zeit, Kosten und Qualität im Voraus prognostiziert werden können.

2. Vortragssequenz – Theorie

Mit einem „Vergleich von Push- und Pull-Produktionssystemen“ eröffnete Niklas Vorbeck die zweite Sequenz. In der Kategorie Theorie stellte er beide Ansätze gegenüber und erarbeitete mit Hilfe von Simulationsmodellen, welche Vor- und Nachteile sich jeweils bezüglich der Bestände und der Lieferzeit ergeben.

Alexandra Rittmann spannte im zweiten Vortrag der Sequenz eine Brücke von der Logistik zur Spieltheorie. In ihrer Bachelorarbeit „Verteilung von Koalitionsgewinnen in Beschaffungskooperationen anhand ausgewählter spieltheoretischer Lösungsansätze“ betrachtete sie unter Zuhilfenahme verschiedenster theoretischer Ansätze, wie sich Koalitionsgewinne in horizontalen Kooperationen gerecht verteilen lassen. Mit dem Ansatz der Spieltheorie verknüpfte sie volks- und betriebswirtschaftliche Ansätze gleichermaßen.

Den letzten Vortrag der Kategorie hielt Dipl. Wirt.-Ing. Serkan Ertugrul. Mit dem Thema „Horizontale Kooperation zwischen OEMs in der Automobilindustrie – Entwicklung eines Modells zur Erfolgsmessung“  zeigte er die Notwendigkeit einer klaren Erfolgskontrolle bei Kooperationen in der Automobilindustrie auf. Im Rahmen seiner Arbeit entwickelte er ein Konzept mit dem Automobilhersteller eine solche Bewertung systematisch durchführen können.

3. Vortragssequenz – Innovation

In der letzten Vortragssequenz leistete Dipl. Wirt.-Ing. Fabian Wewers einen anschaulichen Einstieg in das Thema Innovation. Mit dem Vortrag „Anwendung von Data Mining Verfahren in der Logistik“ stellte er einerseits das Thema Data Mining in Abgrenzung zur klassischen Datenanalyse vor und wendete es andererseits auf logistische Problemstellungen an.

Dario Dietrich stellte die Brennstoffzelle in seinem Vortrag „Elektromobilitätsinduzierte Auswirkungen auf Produktionsprozesse – von der Manufaktur zur Serienproduktion der Komponente Brennstoffzelle“ als alternatives Antriebskonzept vor. Herr Dietrich sah in seinen Betrachtungen die Kostenstruktur eines solchen Antriebs als Grund dafür, dass  die Brennstoffzelle sich noch nicht durchsetzen kann.  Er zeigte Möglichkeiten auf, wie die Kosten der  Produktion gesenkt werden können, um  dieses Antriebskonzept für die Zukunft lukrativ zu machen.

Den Abschluss der  Vortragssequenz bildete Dipl. Wirt.-Ing. Sebastian Rank mit einem Vortrag zur aktuellen Forschung. Das Thema „Virtuelle Realität im Rahmen der Planung von Materialflusssystemen“  umfasste die Vorstellung des Konzeptes der VR-Planung. Er ging darauf ein, wie unter Zuhilfenahme eines solchen Konzeptes Materialflusssysteme günstiger, besser und sogar schneller geplant werden können. Herr Rank konnte davon überzeugen, dass vor allem eine kürzere Planungszeit und eine geringere Fehlerquote zu den Vorteilen des Verfahrens zählen.

Nach reichlich fünf Stunden an Vorträgen wurden im Anschluss an die Vortragssequenzen drei Exkursionen zu renommierten Unternehmen aus der Region angeboten. Interessierte Teilnehmer konnten die DB Schenker Niederlassung in Dresden, welche einen starken Fokus auf Spezialtransporte legt, die Produktion der Teigwaren Riesa GmbH oder das Werk von Wacker Chemie in Nünchritz besuchen und dort interessante Einblicke in logistische und produktionstechnische Lösungen erhalten.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Abendveranstaltung im Historischen Güterboden Radebeul. Bei der Preisverleihung wurden die Gewinner durch STILL mit einem Preisgeld von je 1500 Euro ausgezeichnet. In der Kategorie Praxis konnte Vicki Baumgarth die Jury überzeugen und erhielt, wie alle Gewinner, neben dem Preisgeld auch eine Einladung zum diesjährigen Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. In den anderen beiden Kategorien wurden Alexandra Rittman (Theorie) und Fabian Wewers (Innovation) ausgezeichnet, die sich ebenfalls über viel Beifall und die Preise freuen konnten.

In diesem Jahr nutzten im Vergleich zum Vorjahr noch einmal wesentlich mehr Studierende die Gelegenheit an der Mitteldeutschen Studentenkonferenz teilzunehmen, sodass zum Konferenzende rund 150 Teilnehmer gezählt werden konnten. Dass die Referenten und Teilnehmer nicht nur aus dem Raum Mitteldeutschland anreisten, zeigt welch hohen Ansprüchen die Konferenz gerecht wurde.

2013 findet die 4. Mitteldeutsche Studentenkonferenz in Magdeburg statt. Die studentische Regionalgruppe Sachsen wird im nächsten Jahr selbstverständlich vor Ort sein und freut sich bereits auf ein Wiedersehen mit allen Teilnehmern!

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